Max

Max

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.

Sprache EN
Untertitel DE
Genre Dokumentarfilm
Land Deutschland, USA
Jahr 1992
Regie Monika Treut
Mit Max Valerio
Produktion Hyena Films (Hamburg)
Länge 27 Minuten
Altersempfehlung Film 18 Jahre

Das wahrscheinlich erste filmische Porträt eines Transmannes gehört zu den zahlreichen Pionierarbeiten von Monika Treut, einer Ikone der Emanzipationsbewegungen. Max Wolf Valerio, ein Native American, offenbart seinen Weg in ein anderes Geschlecht. Selbstbewusst und mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit zur Selbstanalyse erzählt er von seinen Erfahrungen mit dem männlichen Sexualhormon Testosteron, von der Transfeindlichkeit in der queeren Community und von dem Abenteuer, von einer lesbischen Frau zum heterosexuellen Mann zu werden.

Am 11. April 1994 schrieb er in einem Brief an die Regisseurin: „Du sollst wissen, dass Du der Gender-Community mit diesem Film einen großen Dienst erwiesen hast. Es gibt so wenig Echtes und Positives über Transmänner in der öffentlichen Wahrnehmung. Mich haben vollkommen fremde Leute auf der Straße angesprochen und mir dafür gedankt, dass ich in Deinem Film aufgetreten bin, und jetzt möchte ich Dir danken. Ich weiß, dass Du den Film nicht mit erzieherischer Absicht oder als soziales Projekt gedreht hast, dennoch hat er vielen Hoffnung und Inspiration gestiftet, die darüber nachdenken, den Weg einzuschlagen, den ich genommen habe.“

 

Seit über 35 Jahren prägt die lesbische Regisseurin, Autorin und Produzentin Monika Treut mit ihren lustvoll-subversiven Spiel- und Dokumentarfilmen das queere Kino in Deutschland und der ganzen Welt. Geboren am 6. April 1954 in Mönchengladbach, studierte sie in Marburg Germanistik und Politik (Staatsexamen 1978) und promovierte 1984 mit der Dissertation „Die grausame Frau. Zum Frauenbild bei de Sade und Sacher Masoch“. Im selben Jahr gründete sie mit Elfi Mikesch die Hyäne Filmproduktion in Hamburg. Es folgte eine Theaterregie-Assistenz bei Werner Schroeter am Düsseldorfer Schauspielhaus. Als zentrale Figur der freien deutschen Filmszene ging sie Ende der 80er in die USA und gab mit ihrem konventionskritischen Ansatz und ihrer progressiven Perspektive auf lesbisch-schwule Sexualität dem gerade entstehenden New Queer Cinema entscheidende Impulse.

Nach dem Ausleihen steht der Film 48 Stunden lang zum Ansehen bereit.